UnsereSchulebekommt "Oscar"


Er wird als „Oscar“ unter den Preisen bezeichnet: der Hauptschulpreis 2007.
Heuer werden zum ersten Mal Landessieger gekürt.

„Es war richtig cool!“ Preise und Zeichnungen hat unsere Hauptschule schon einige erhalten, aber Landessieger beim Deutschen Hauptschulpreis geworden zu sein, hat doch noch eine andere Dimension. Der Ansicht war auch Schülerin Anne. Sie war mit anderen Schulkameraden und einer Delegation der Neumarkter Hauptschule am Freitag nach München gefahren, um im Maximilianeum bei einem Festakt den Preis zu erhalten, der mit 5.000 € dotiert ist.

Kathrin Janoschka durfte sogar mit Konrektorin Petra Zeitler den Preis auf der Bühne in Empfang nehmen. Zuvor hatte sie mit anderen die Schule präsentiert. „Wir haben eine sieben Minuten lange Power-Point-Präsentation gehalten“, erzählt sie, als die Delegation am Nachmittag zurück in Neumarkt ist. „Aber dabei haben uns im Vorfeld die Lehrer geholfen.“ Für die Schüler sei dies eine Möglichkeit gewesen, sich in der Öffentlichkeit einmal anderes zu präsentieren, als so manch einer es von Hauptschülern erwarten würde, sagt Petra Zeitler. „Sie haben die Präsentation toll gemacht.“ Auch für Schulleiter Christoph ist der erste Platz auf Landesebene etwas Besonderes. Und das nicht nur, weil er die Chance eröffnet, auch noch einen der drei Bundespreis abzuräumen. „Ich bin tief beeindruckt. Das hätte ich nicht erwartet.“ Denn der Deutsche Hauptschulpreis gelte als „Oscar“ unter den Auszeichnungen. Er verstehe den Preis als eine Bestätigung der Arbeit – und zwar nicht nur seiner, sondern aller, die unserer Hauptschule mitwirkten. „Die Lehrkräfte erfahren dadurch sehr viel Wertschätzung.“ Und der Öffentlichkeit könne der Preis beweisen, was Hauptschüler für Fähigkeiten haben.

Die Gratulanten

OB Thomas Thumann: „Wir sind stolz auf die beiden Preisenträger“ (die Volksschule in Seubersdorf hat den zweiten Platz belegt und damit 3.500 € für die Schulkasse erarbeitet), freut sich das Stadtoberhaupt. „Die Auszeichnungen beweisen, dass an den Schulen eine sehr gute Arbeit geleistet wird.“ Und es zeige sich, dass der Zusammenhalt und die Zusammenarbeit innerhalb der Schulen gut seien, sonst könnten solche Ergebnisse nicht erreicht werden. Einen Teil habe dazu auch die Stadt beigetragen, die den Mut gehabt habe, in das neue Schulgebäude zu investieren und so einen optimalen Rahmen zu schaffen.

Gisela Burger: Für die Schulreferentin ist der Preis besonders hoch anzusiedeln, denn mittlerweile hätten viele Schulen ein Profil entwickelt. Umso schwerer sei es, sich durch ein besonders erfolgreiches pädagogisches Konzept abzuheben. Auch sie sieht die Vorteile des neuen Schulgebäudes: „Alle, die am Schulleben teilnehmen, wurden eingebunden.“

Die Auszeichnung

Der „Hauptschulpreis 2007“ wird alle zwei Jahre von der Hertie-Stiftung, der Robert-Bosch-Stiftung und Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände vergeben. An dem Wettbewerb beteiligten sich bundesweit über 500 Schulen. Aus den Einsendungen ermittelte eine 14-köpfige Jury aus Schule, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft drei Landessieger. Die Begründung der Jury:

Die Hauptschule Weinbergerstraße: „Die Schule verzeichnet trotz großer sozialer Probleme – rund 70 Prozent der Eltern sind allein erziehend und rund 20 Prozent der Schüler haben einen Migrationshintergrund – große Erfolge. Besonders hervorzuheben ist die hohe Vermittlungsquote der Schule: 87 Prozent der Jugendlichen werden in Ausbildungsplätze und weiterführende Schulen vermittelt.

Das Erfolgskonzept der Schule basiert auf einem systematischen, zielgruppenorientierten und nachhaltigen Vorgehen im Schulalltag. Neben Coaching, Benimmkursen, Schülerfirmen und Zielorientierungsseminaren dient beispielsweise das Unterrichtsfach „Erwachsen werden“ der Persönlichkeitsbildung der Schüler.

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