Juniorwahl 2018: Wir waren dabei!

An zwei Freitagen ging es für 120 Schülerinnen und Schüler bei der landesweiten Juniorwahl an die Wahlurne.

Bei der Juniorwahl geht es um das Üben und Erleben von Demokratie. In den letzten Wochen stand das Thema
„Demokratie und Wahlen“ auf dem Stundenplan. Intensiv beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit
den Parteien und Spitzenkandidaten aus der näheren Umgebung. So erfuhren diese, welche Konzepte und Wahl-
versprechen unsere Politiker bieten. Dadurch erhielten sie wichtige Hintergrundinformationen, um die für sie
selbst richtige Entscheidung bei der Wahl zu treffen. In den Klassen wurde aber auch geklärt, wie wichtig es ist,
wählen zu gehen. Dabei erkannten die Schülerinnen und Schüler schnell, dass jeder wahlberechtigte Bürger sein
Mitspracherecht auch auf jeden Fall in Anspruch nehmen sollte.   
 

Manche Schülerinnen und Schüler hielten das
Prozedere „Wählen“ für sehr kompliziert.
Aber die Praxisklasse machte als Ausrichter
der Juniorwahl an der Mittelschule Weinberger
Straße die Erfahrung, dass es eigentlich ganz
easy ist, wenn man sich dafür interessiert.
Schließlich ging es zur „echten“ Landtagswahl
am 14. Oktober 2018 – für die Schülerinnen und
Schüler mit Wahlbenachrichtigung und Ausweis
in das Wahllokal.

 

Die Wahlhelfer bestehend aus Schülerinnen und Schülern der Praxisklasse, hatten die Wählerverzeichnisse ange-
legt, die Wahl ausgeführt und später die Stimmen ausgezählt, sie übernahmen aktiv Verantwortung und sorgten für
einen reibungslosen Ablauf der Wahl. Zuerst wiesen sie ihre Mitschüler über den Ablauf im Wahllokal ein, bis
schließlich jeder Schüler hinter einer Wahlkabine verschwand und sein Kreuzchen machen und schließlich seine
Wahlzettel in die versiegelte Wahlurne werfen durfte.

   
Danach waren die Wahlhelfer gefragt, indem sie die Stimmen auszählten und das Ergebnis der Juniorwahl auswer-
teten. Am Wahlsonntag, den 14. Oktober 2018 wurde das Gesamtergebnis der Juniorwahl auf deren Homepage
veröffentlicht.
 

Die Juniorwahl zur Landtagswahl 2018 stand unter der Schirmherrschaft der Präsidentin des Bayerischen Landtags
Barbara Stamm und des damaligen Bayerischen Staatsministers für Unterricht und Kultus Bernd Sibler. Gefördert
wurde die Juniorwahl zur Landtagswahl 2018 in Bayern durch den Bayerischen Landtag, das Bayerische Staats-
ministerium für Unterricht und Kultus und die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. Landesweit
waren über 600 Schulen an diesem Projekt beteiligt.

Seit 1999 wird die Juniorwahl als „best-practice-Projekt“ zur politischen Bildung bundesweit zu Landtagswahlen,
Bundestagswahlen und Europawahlen durchgeführt. Seither haben sich schon mehr als 1.8 Millionen Jugendliche
beteiligt, wodurch die Juniorwahl zu den größten Schulprojekten in Deutschland zählt.

Ziel der Juniorwahl ist es, den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung ihrer Bürgerrechte, nämlich aktiv an der
Politik durch die Teilnahme an Wahlen teilzunehmen, bewusst zu machen. Wählen ist nämlich ein erster und not-
wendiger Schritt, politische Willensbildungs- und Entscheidungsprozesse mitzubestimmen.

Hierbei wird sich aktiv mit Demokratie auseinandergesetzt und diese gelebt. Dies kann aber nur erfolgen, wenn
die Schülerinnen und Schüler ein politisches Fundament aufbauen, sich vor Ort in Belange der Bürgerinnen und
Bürger einmischen und letztendlich ihre Mitwirkungsrechte verantwortungsvoll wahrnehmen.

Im Rahmen des Projekts Juniorwahl erhielten die Schülerinnen und Schüler außerdem Einblick in die Themen
„Von der Kommunalwahl bis zur Europawahl“, „Parteien mit ihren Programmen und dem Wahlkampf“, „Das Wahl-
system am Beispiel Landtagswahlen“ sowie die Aufgaben und Zusammensetzung des Bayerischen Landtags und
letztendlich „Das Wahlergebnis mit Wahlanalyse“.

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