1. Begrenzte Klassengröße

Die Zahl der Schüler in dieser Klasse ist auf 14 begrenzt. Damit liegt die Größe dieser Klasse deutlich unter den Größen der anderen Regelklassen.

2. Unterricht

Der Unterricht in der Praxisklasse orientiert sich vor allem an den Voraussetzungen der Schüler. Da der Lehrer der Praxisklasse an keinen Lehrplan gebunden ist, kann er die Schüler dort "abholen", wo sie gerade stehen. Wissenslücken sollen geschlossen, vorhandene Fähigkeiten und Fertigkeiten gefestigt werden. Durch Kleingruppenarbeit kann individuell auf die Schüler eingegangen werden.

3. Betriebspraktika

Die Schüler durchlaufen insgesamt 8 bis 10 Wochen Praktika, die über das Schuljahr verteilt werden. Wie die Erfahrung zeigt, finden Praxisklassenschüler vor allem über das Betriebspraktikum einen Ausbildungsplatz.

4. Sozialpädagogische Betreuung

Das Konzept der praxisorientierten Klasse "Lernen durch Handeln" schließt auch eine besondere sozialpädagogische Betreuung der in der Klasse lernenden Jugendlichen mit ein. Nach unserer Erfahrung tragen in der Regel eine ganze Reihe von in der Persönlichkeit des Schülers liegenden Schwierigkeiten dazu bei, dass ein zufrieden stellender Erfolg in der Schule nicht erreicht werden kann. Diese das Lernen und die Leistung hemmenden Probleme sollen von der sozialpädagogischen Fachkraft und einer Förderlehrerin aufgegriffen und mit den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten der Schüler und den Schülern gemeinsam bearbeitet werden. Auf diese Weise soll eine neue Lernmotivation und damit verbundene Leistungssteigerung erreicht werden.

5. Möglichkeiten nach Abschluss der praxisorientierten Klasse

Die Schüler erhalten nach Abschluss dieser Klasse keinen Hauptschulabschluss, sondern ein gesondertes Zeugnis der Praxisklasse. In diesem Zeugnis wird bestätigt, dass die Vollzeitschulpflicht erfüllt ist. In der Bemerkung werden die besonderen, durch Praxisorientierung erworbenen Fähigkeiten festgehalten. Jedoch besteht am Ende des Schuljahres die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Prüfung zum Erwerb des Hauptschulabschlusses. Wenn Ihr Sohn/Ihre Tochter nach Abschluss dieser Klasse fähig ist, ein Ausbildungsverhältnis zu beginnen, so wird die Berufsberatung des Arbeitsamtes bei der Vermittlung der entsprechenden Arbeitsstelle behilflich sein. Sollte dies noch nicht der Fall sein, besteht die Möglichkeit einer berufsvorbereitenden Maßnahme des Arbeitsamtes. Schüler der praxisorientierten Klasse werden dabei bevorzugt.

6. Finanzierung

Das Projekt Praxisklasse wird von der Europäischen Union kofinanziert.

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ESF beschreibt eine  Förderung der Ausbildung von Jugendlichen aus Praxisklassen bayerischer Hauptschulen bzw. Mittelschulen und Schulabgängern ohne Schulabschluss.

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