Die Praxisklasse: Umfangreiche Förderung für den Start ins Berufsleben

Loreen Marx (Päd. Fachkraft), Philipp Schmitz (KR), Petra Fersch (Klassenleitung)

Seit 20 Jahren bietet die Mittelschule an der Weinberger Straßen die Praxisklasse an, welche von der Europäischen Union aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert wird. Diese Klasse besuchen Schüler mit Schwierigkeiten im Lern- und Leistungsbereich, die sich in ihrem letzten oder vorletzten Schulbesuchsjahr befinden. Es gilt, sie zu einer positiven Lern- und Arbeitshaltung zu führen und sie intensiv auf ihrem Weg in das Berufsleben zu begleiten.
Davon profitieren die Handwerks- und Industriebetriebe in der Stadt und im Landkreis Neumarkt, denn eine zentrale Bedeutung in der Praxisklasse hat die Kooperation mit Handwerksbetrieben und der Wirtschaft. Berufswunsch und Leistungsvermögen sollen in der Praxisklasse unter realistischen Bedingungen erprobt werden. In dieser Praktikumszeit ist es Aufgabe der Jugendlichen, den potenziellen Arbeitgebern mit ihrem Arbeits- und Sozialverhalten zu zeigen, dass sie dem Anspruch einer beruflichen Ausbildung gerecht werden können.
Immerhin konnten trotz der Corona-Pandemie die SchülerInnen über das Schuljahr verteilt sechs einwöchige Praktika in Betrieben absolvieren, die am Schuljahresende einen Ausbildungsplatz im gewählten Beruf anboten.
In der Schule betreuen die Klassenlehrerin und stundenweise ein Lehrer, die FachlehrerInnen und eine Heilerziehungspflegerin die Jugendlichen. Hier gilt es, ausbildungsrelevante Kenntnisse sowie soziale Kompetenzen zu vermitteln und zu üben. Dabei verlässt das Team mitunter eingetretene Pfade und sucht nach neuen Wegen der Wissensvermittlung.